Mit ‘Wilhelm Meister’ getaggte Artikel

Von Goethes Faustschwindel

Mittwoch, 10. Juli 2013

Ich muss es jetzt nochmal sagen. Und es hat nichts damit zu tun, jedenfalls dies Urteil, dass Goethe Freimaurer und Illuminat war.

Der Faust ist, mal abgesehen von zweifellos vorhandener sprachlicher Eleganz, ein schlechtes Stück.

Wieso sollte Faust ein kleines, dummes, frommes Hühnchen wie die Margarete begehren, und wenn, gut, bei der sexuellen Begierde kömmt alles vor, dann, zum Stillen seiner Gelüste, bis zur völligen Selbstverpfändung eines Mephistopheles bedürfen?

Man kann natürlich sagen, das sei es ja gerade: Der Allerhöchstgelahrte will ein junges Mädchen, weil ihm sonst nichts Interessantes mehr in den Sinn kommt. Und braucht dann, der Tor, zur Ausführung seiner Plane auch noch den Teufel.

Nein, dieser Stoff ist nicht spannend; er ist nichtmal den Haufen von einem Pferde des Michael Kohlhaas wert.

Das Ganze ist nur tragisch, weil es so wenig Sinn ergibt.

Und traurig ist, dass man dies Stück, gleich dem Wihelm Meister, weiterhin so hoch hält. Wie als ob der Deutsche es in den Genen hätte. In meinen ist es nicht.

Gut, nehmen wir den Fausten mal ernst. Dann ist er doch ein idiotisches, unverantwortliches Riesenarschloch. Keinerlei Format. Ein gieriger, grindiger kleiner Professor, der seine ersten grauen Haare entdeckt, sich deshalb beweisen will, weil er eben doch nichts Rechtes gelernt, dass er eine Siebzehnjährige (oder Sechzehnjährige?) rumkriegen und bumsen kann. Was er allein nichtmal kann.

Das ist Groschenheft. Was soll das?

Hätte er wenigstens versucht, dem Landvogt seine Alte auszuspannen.

Aber nein. Er braucht ein Putzfrollein.

Nichts dagegen, dass er sich mal mit einem Putzfrollein vergnüget hätte; auch wenn das ebenfalls, in jener Zeit, da das Stück spielt, schändlich gewesen wäre, da das Putzfrollein hinterher ihre Ehre verloren hätte und womöglich ewig schändlich mit einem unehelichen Kinde dagesessen wäre, als billige Schlampe: Nein, Goethe stellt es noch so hin, wie als ob dieser unverantwortliche Bube es mit Gretchen ernst meine.

So ein Stuss!

Es gibt zwar in Liebessachen in der Tat jeden erdenklichen und noch nicht erdachten Blödsinn, aber man muss nicht gleich ein Großdrama daraus machen, zu dem man auch noch den Teufel braucht, weil die Sache als solche banal und zum Gähnen.

Nein, lieber Herr Goethe, so schön manche Sprüche: Das ist Mist.

Es werden natürlich wieder manche sagen, ich hätte Sie mir, aufgrund meiner Ablehnung der Freimäurerey, zum Intimfeinde gemacht. Nein. So ist das nicht. Meine literarischen Kriterien sind rein literarisch.

Es geht auch nicht darum, dass ich mich für literarisch besser hielte; Sie haben zweifellos Bedeutendes geleistet; aber auf dem Sockel, auf den Sie gestellt wurden und auf dem Sie noch stehen, da haben Sie bezüglich des Wilhelm Meister ebensowenig etwas zu suchen wie bezüglich des Faust.

Das eine wie das andere Mal schicken Sie einen Unterbelichteten durch die Gegend, was man ja durchaus machen kann, aber so, dass man den dabei ernstzunehmen habe. Das ist dreiste Blenderei.

Sie können in der Tat, mit Ihren zweihundertachtzig IQ, nicht dem Verdachte entgehen, dass Sie dieses mit Absicht so unterfangen hätten. Sage ich jedenfalls mit meinen hundertzwölfzig.

Es wird wohl noch dauern, bis man mich, was diese Ihre beiden Werke anlangt, im Vaterlande und darüber hinaus hört.

Das macht aber nichts. Ich brauche weder ein junges Mädchen noch Trottel noch gar auch den Teufel dafür, mir Gehör zu verschaffen.

 

 

 

 

Noch zu Goethe, dem A…

Freitag, 09. März 2012

Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich Goethe nicht sehr schätze.

Ja, der Mann hat großartige Verse verfasst, war ein Genie.

Aber er war auch eitel und ein Verräter. (weiterlesen…)

Kurzgoethe

Dienstag, 12. Mai 2009

Jedem, der wissen will, wie die Freimaurerei, in Goethes “Wilhelm Meister” als “Turmgesellschaft” bezeichnet, Gutgläubige zu gelenkten ganz Blöden zu machen angelegt ist, dem empfehle ich die Lektüre der Lehr- und Wanderjahre.

Darin wird selbst noch ein Spaß damit getrieben, zwei engste Freunde durch eingefädelte Machenschaften mit der je wechselseitig falschen Angebeteten quasi zwangszuvermählen, um dann ganz kurz vor knapp am Schnürchen zu ziehen und “höhö, war ja nur ein kleiner Spaß der Turmgesellschaft” zu rufen und dafür gar noch die Ergebenheit und Dankbarkeit der exemplarischen Goetheschen Jungdeppen zu ernten.

Widerlich.