Kein Sondermitleiden

Normalerweise wäre das Mitleiden allein für die Christen nochmal neu zu erfinden gewesen. Doch war Nietzsche strikt dagegen.

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14 Antworten zu “Kein Sondermitleiden”

  1. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    ich verstehe nicht, wieso du dich permanent an etwas abarbeitest, das es deiner Meinung nach nicht gibt.

    Wenn ich durch deinen Blog blättere, dann finde ich unglaublich viele ablehnende, ironische, teilweise auch zynische Artikel zu Gott und Glauben und dass obwohl du gleichzeitig immer wieder betonst, dass das alles Blödsinn ist, du sowieso “Heide” bist etc…

    Wenn es das doch alles deiner Meinung nach nicht gibt und Christen und Co. alles hoffnungslose Spinner sind, warum in aller Welt verschwendest du dann noch deine wertvolle Denk- und Schreibzeit dafür?

    Ich würde sowas nicht tun.

    es winkt durch die Aschewolke :D

    das Lesezeichen

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Mir scheint fast, als entwickeltest Du jetzt für mich eine Art Sondermitleiden.

    Nein, Spaß beiseite.

    Das mit dem Glauben ist ganz einfach ein interessantes und sehr gewichtiges Phänomen.

    Und in vielen Fällen ein schreckliches, wenn nicht verhängnisvolles dazu.

    Und so weit verbreitet, das man es schlicht nicht wegignorieren kann.

    Ich könnte mich hier damit natürlich weniger befassen, da gebe ich Dir recht.

    Zur Geschichte des Christentums muss ich Dir wohl nicht viel erzählen.

    (Ich bleibe jetzt mal beim Christentum, denn den Islam halte ich für absolut daneben, und übers Judentum sage ich jetzt mal erst im Zusammenhang mit dem Christentum etwas.)

    Leider gibt es heute noch außer Leuten wie Dir, die ein Christentum pflegen, dem meine Hochachtung gilt (außer vielleicht in einem Punkte, doch dazu später), massenweise anderer, deren Bandbreite vom gemäßigten Katholiken, der “bloß” meine Kinder diskriminiert (Kindergarten, Schule etc.), bis hin zu zig Millionen evangelikalen totalen Obskuranten, denen nichts lieber wäre, als wenn heute der Weltuntergang stattfände, auf dass sie in Verzückung (rapture) gen Himmel fahren könnten.

    Und so tun sie gar alles dafür, den wenigstens teilweisen Ruin des Planeten herbeizuführen, indem sie Israel fanatisch darin unterstützen, das ersehnte Ergebnis sicherzustellen.

    Wären das alles (ich meine auch den angesprochenen Katholiken, nicht minder viele Lutheraner etc.) bloß eine im Kongo-Urwald verstreute Handvoll Cranks, so früge sich tatsächlich, weshalb ich mich daran “abarbeitete”.

    Zudem ist das Christentum als (massen-)psychologisches Phänomen geradezu sagenhaft.

    Sie berufen sich nämlich gleichzeitig auf Abram, Moses usw., dann aber jenen Jesus, mit irgendwie demselben Gott, aber irgendwie auch wieder nicht.

    Für mich der theologische Widerspruch und Unsinn per se.

    Zuerst ist dieser Volksgott einer, für den Völkermord eine gebotene Selbstverständlichkeit darstellt, und dann wird er auf einmal das genaue Gegenteil seiner selbst, nämlich der Gott der Liebe für alle.

    Und jener Jesus trat laut Überlieferung an, um den Alten Bund mit jenem abartigen Scheusal zu erneuern.

    Verrückter geht es fast nicht.

    Ich weiß nun aus vielen Gesprächen hier, dass das für Dich so gut wie keine Rolle spielt, aber darin bist Du eben eine seltene Ausnahme.

    Des weiteren geht es mir darum, welche Bilder man immer noch in Kinderseelen einsenkt.

    Und, ich gebe es zu, nachdem wir “Heiden” jahrhundertelang von Christen ausgemordet wurden, lasse ich mir immer wieder gerne erklären, jetzt, wo ich das überhaupt anregen darf, was es mit diesem merkwürdigen Glauben auf sich habe, spare dabei auch nicht an gezielten Spitzen.

    Wo, jetzt mal soherum, wird denn so frei und vielschichtig über diesen Glauben diskutiert, wie hier?

    Und, während ich das Christentum in seinen besseren Zügen vollauf ernstnehme, an diesen ehrlich interessiert bin, nehme ich es jederzeit hin, dass meine etwas anders gelagerten Vorstellungen fast stets geflissentlich ignoriert werden (auch die Hinweise auf den christlich-heidnischen Synkretismus, siehe Weihnachtsbaum, Osterfest, den ganzen Festkalender etc.).

    Und wenn ich – ohne Sondermitleiden, obschon solches schon aufgekommen sein mag – dazu beitragen kann, dass Christen etwas genauer reflektieren, so möchte das der Welt wohl kaum schaden.

    Und zwar völlig unabhängig davon, ob es deren Gott gibt oder eben nicht.

    Und es ist mein gutes Recht, in dieser Hinsicht zu provozieren.

    Darüber hinaus habe ich, als Du kürzlich fragtest, wie ein meiner Meinung nach “besseres” Christentum denn aussehen könne, fast binnen Stundenfrist – ohne die Liste vorher je erstellt zu haben – eine Aufzählung von wohl zwanzig konstruktiven Punkten geliefert. (Gut, da waren zwei oder drei, die Deine Zustimmung nicht fanden.)

    Ich bin also keineswegs nur destruktiv, im Gegenteil.

    Und, allein wenn Christen Deine hiesigen Beiträge zum Thema lesen und verinnerlichen sollten, hoffentlich möglichst viele, gegen bzw. neben meine und jene anderer gehalten, so mag auch das wohl kaum schädlich sein.

    Summa Summarum: Vielleicht werde ich das Thema mal eine Weile etwas zurücknehmen.

    Weglassen werde ich es wohl kaum, denn dadurch, dass ich es ignorierte, verschwände das Christentum sehr wahrscheinlich nicht (was ich mir, zumal an anderen Religionen gemessen, auch gar nicht unbedingt wünsche), alsomit auch nicht die damit zusammenhängenden kulturellen, sozialen und politischen Fragestellungen.

    So, jetzt habe ich mich mal – vorläufig – wieder genug daran “abgearbeitet”.

    Wenn Leute wie Du mit ihren Einwänden kommen, kann das mitunter tatsächlich etwas anstrengend werden.

    Wunderte mich auch nicht, wenn Du mich gleich nochmal zur Arbeit zwängest – es sei denn, ich kniffe auf eine geschickte Riposte hin hier einfach den Schwanz ein oder antwortete lediglich mit einem kurzen Kalauer.

    Liebe Grüße aus dem noch sonnigen Stuttgart

    Magnus

    Nachtrag: Josef scheint – mit Rückschlägen – inzwischen sogar davon überzeugt, dass ich eines Tages noch ein Christ werden würde. Ich halte das für äußerst unwahrscheinlich, finde den Gedanken aber lustig. Zumal die Einschätzung zeigt, dass ich wohl doch nicht gar zu zynisch rüberkomme. Und ich halte eben nicht alle Christen für hoffnungslose Spinner. Wenigstens Dich nicht, und damit sind es mindestens mal alle minus eine. Und Josef, den ziehe ich auch noch ab, auch wenn er aus meiner Sicht manchmal ein bisschen mehr zum Spinnen neigt, als Du. Damit sind es dann schon doppelt so viele. Leider werden es, wenn ich den dritten nenne, nur noch 50% mehr, beim vierten 33%, beim fünften 25%, und so geht die mathematische relative Degression dann eben leider weiter.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Jetzt doch noch eine gesonderte Antwort, denn irgendwann wird es mit dem Nachtragen peinlich.

    Als ich den kurzen Beitrag “Unerhört: Magnus Wolf Göller fördert das wahre Christentum” verfasste – das bleibt jetzt aber erzverschwörermäßig strikt unter uns – , dachte ich, dass ich mich damit wohl allenfalls lächerlich machen werde, höchstens ein paar abfällige oder auch wütende Kurzkommentare ernten.

    Doch ritt mich der Gedanke wie ein kleiner Springteufel (Satiriker und Aphoristiker müssen mit solchen Unbilden leben), und ich mochte dieser kleinen Provokation einfach nicht entraten.

    Und siehe da, eine interessante Diskussion entspann sich.

    Und wenn ich jetzt nach rechts gucke, welche Artikel hier am meisten kommentiert wurden, so finden sich da noch “Der Geldverkäufer” und “Denken und Glauben”, die sich ebenfalls um entsprechende Fragestellungen drehten.

    Das wurde dann in der Tat jeweils mehr Arbeit als erwartet, da ich ja im Rahmen meiner Möglichkeiten mitzudiskutieren pflege.

    Immerhin scheint es indes nicht völlig unspannend zu sein, gegen einen so bockelharten, verstockten, zynischen, anmaßenden, hochmütigen, gnadenlosen, frechen, unduldsamen und verschlagenen Erzheiden wie mich anzuschreiben.

    Und, rein egoistisch gesehen, hat es mir bei aller Arbeit durchaus Spaß gemacht, da mitzuwirken.

    Vielleicht bin ich ja ein Geheimchrist?

    Oder ich weiß noch gar nicht, dass ich eigentlich einer bin, und Leute wie Du und Josef sind so großzügig, mich geduldig zu mir selbst hin zu therapieren.

    Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als…

  4. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Und Josef, den ziehe ich auch noch ab, auch wenn er aus meiner Sicht manchmal ein bisschen mehr zum Spinnen neigt, als Du.”

    Das mit dem “Spinnen” finde ich nicht gerade nett von Dir und ich bitte Dich darum, es zurück zu nehmen. Ein derartiges Urteil über mich oder andere wie Lesezeichen zu fällen, steht Dir nicht zu!
    Ich spinne nicht, ich sinne und Dein Blog gefällt mir gut, weil man hier so offen über Themen wie das Christentum und den Glauben diskutieren kann und man sich dabei, was die eigene Sicht der Dinge betrifft, noch besser entwickeln kann. Mich von meinem Glauben abzubringen, ist Dir bis jetzt jedenfalls noch nicht gelungen, eher im Gegenteil. Denn es hat mir bisher sehr geholfen, den Jesus noch besser zu verstehen.

    Was ich auch nicht gut finde ist, daß Du so wie Du Lesezeichen geantwortet hast, Dich scheinbar selbst gerne über alles erhöhst was Gott bedeutet. Es gibt aber Grenzen, die Heiden wie Christen einhalten sollten. Daß wir beide uns schon mehrere Scharmützel geliefert haben und uns dann trotzdem nicht nachtragend gezeigt haben, finde ich trotz allem sehr positiv. Jesus gesellte sich sehr gerne zu Heiden, denn er wußte, sie sind gar nicht so wie sie oft tun.

    “…dass ich eines Tages noch ein Christ werden würde. Ich halte das für äußerst unwahrscheinlich, finde den Gedanken aber lustig.”

    Anders als humorvoll war diese Zuschreibung von mir auch nicht gemeint. Ich kenne noch einen anderen Heiden näher, wir verstehen uns eigentlich sehr gut, nur in einem gewissen Punkt, geraten wir auch immer wieder aneinander. Und dies ist im Kleinen leider der Punkt, warum es im Großen zwischen allen Menschen auf der Welt wohl auch keine völlige Übereinkunft gibt. Ob es gar nicht möglich ist, ist wieder eine andere Frage, und es scheint ja auch so, daß sich ständig weiter schön darum bemüht wird.
    Jesus nannten und nennen bis heute auch viele einen Spinner, trotzdem ist es diesem Mann gelungen, Millionen Menschen für seinen Weg zu begeistern. Und das macht Ihm so schnell auch niemand nach, vor allem weil es bei Ihm gänzlich ohne Zwang, Gewalt und Waffen funktioniert. Wie andere (der Vatikan u.a.) seine Lehre verfälscht haben, darf man Ihm nicht anrechnen.

    “Oder ich weiß noch gar nicht, dass ich eigentlich einer bin,”

    Daß Du so etwas überhaupt in den Bereich des Möglichen einbeziehst, ist der Grund, warum Du mir immer noch so sympathisch bist. Wenn ich aber irgendwann einmal bemerken sollte, daß wirklich alles bei Dir nur auf Verulken hinausläuft, weil Du Dir selbst, was ich nicht hoffe, über alles erhaben vorkommst, dann wird es mir sehr leid um die Zeit tun, die ich hier auf Deinem Blog verbracht habe.

    “Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als…”

    Kennst Du den Filmtitel “Eine Wolke zwischen den Zähnen”? Jeder versucht die Dinge zwischen Himmel und Erde für sich selbst zu begreifen. Es gibt unterschiedliche Wege und doch kann nur ein Weg der Richtige sein. So kann jeder von dem anderen etwas lernen, denn alleine ist es zu schwer, den richtigen Weg bis zum Ende zu gehen. Mit andere “therapieren” zu wollen, zu können oder zu dürfen, hat das aber nichts zu tun.

    “Und jener Jesus trat laut Überlieferung an, um den Alten Bund mit jenem abartigen Scheusal zu erneuern.”

    Es ging Jesus eben nicht darum, den alten Bund zu erneuern, sondern vielmehr darum, den alten durch einen völlig neuen Bund zu ersetzen, weil der alte von Anfang an nichts getaugt hat. Denn der alte Bund brachte keine Liebe unter die Menschen, sondern er führte zu Mord und Totschlag als blutige Opfergaben für – ja für wen eigentlich? Damit hat Jesus jedenfalls komplett Schluß gemacht und seine Lehre sagt auch nichts anderes aus. Daß Jesus sein Leben für seine Lehre und für uns alle hergegeben hat, bezeugt doch nur, wie ernst es Ihm gewesen ist. Wer ist schon bereit, für andere Qualen zu erdulden und zu sterben?

    “Und, rein egoistisch gesehen, hat es mir bei aller Arbeit durchaus Spaß gemacht, da mitzuwirken.”

    Spaß ist aber nicht alles im Leben und übermäßiger Egoismus bis zur Selbstverherrlichung ist ganz bestimmt der falsche Weg.

    Liebe Grüße, Josef

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef v. A.

    Gut, ich nehme das mit dem Spinnen zurück.

    Gemessen an Lesezeichen wirkte es für mich mitunter so.

    Tut mir leid.

    Ich bitte um Verzeihung.

    Und ich ulke nicht nur.

    Mir geht es darum, dass nicht nur tierischer Ernst waltet.

    Später mehr.

  6. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Mir geht es darum, dass nicht nur tierischer Ernst waltet.”

    Mir doch auch! Deshalb verstehe ich nicht, warum Du das was ich so von mir gebe, mit dem vergleichst was Lesezeichen alles sagt und dann meins noch mehr als Spinnerei betitelst, als ihres. Manchmal bist Du schwer zu begreifen.

    Übrigens, einmal tut mir leid, hätte genügt.

    Geht es Dir eigentlich nur um Selbstdarstellung oder ist dieser Blog für Dich doch auch so etwas, wie dem was man mit uns vorhat, ernsthaft die Stirn zu bieten? Manchmal bin ich mir dessen bei Dir nicht sicher. Denn was nützt es, immer über aktuelle Geschehnisse zu berichten, wenn durch den Weg das Ziel verfehlt wird?

    Hast Du überhaupt ein konkretes Ziel, was den Blog hier betrifft? Oder ist das alles nur so etwas wie eine Show fürs mitlesende und applaudierende Publikum?

    Ich hätte noch gerne gewußt, was Du denn genau bei mir für Spinnerei erachtest. Ich bin schwer einzuordnen, nicht wahr? Lesezeichen geht strikt ihren Weg der guten Christin und bei mir schaut es schon mal so aus, als wüßte ich nicht was ich will. Jeder Mensch ist eben ein Unikat. Und etwas anderes möchte ich auch gar nicht sein.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef v. A.

    Jetzt habe ich etwas mehr Muße.

    Spaß ist in der Tat nicht alles im Leben.

    Ich habe ein paar Pakete Leids in meinem Leben erfahren, über die ich hier jetzt nicht reden will.

    Und ich sehe meine Aufgabe g e r a d e deswegen nicht darin, zu jammern und Traurigkeit zu verbreiten, sondern, soweit ich’s vermag -worin ich mich für manche oder auch objektiv gesehen mitunter überheben bzw. vergreifen mag – , auch wenn Ernsteste und Taurigste Dinge betroffen sind, einen Funken Freude und befreiende Ironie hineinzubringen.

    Was Du übrigens – wie Lesezeichen – sehr zu meiner Erbauung auch gerne tust.

    Als Griesgrame kommen wir nicht weiter.

    Und nicht wenige meiner schräg anmutenden, scheinbar verunglückten Witze enthalten tiefere Nebenbotschaften.

    Ich will zum eigenständigen Denken anregen, den Geist öffnen.

    Dafür bediene ich mich auch unkonventioneller, bisweilen bedenklicher Mittel.

    Dieser Weg ist bewusst gewählt.

    Es ist mein Weg.

    Einer meiner Wege.

    Denn, wie jeder unschwer herausfinden kann, kalauere ich nicht ständig nur.

    Ich sehe es so, dass ich machen muss und will (ja, das kann eins sein), was andere nicht machen wollen oder können, jedenfalls nicht tun.

    Und wenn es mir gelungen sein sollte, auch “nur” Deinen Blick auf Deinen Glauben zu schärfen, vielleicht auch den von Lesezeichen, so habe ich nicht schlecht gehandelt.

    Es ist zwar, wie ein chinesisches Strategem besagt, möglich, aus einem Nichts etwas zu erzeugen.

    Aber dies ist nur eines von 36.

    Ein bisschen seichtes Gelaber könnte nicht zu den – wie ich meine – zumindest unterm Strich fruchtbaren Auseinandersetzungen führen, die auch wir schon hatten, und von denen zunächst nur der Himmel weiß, wer daraus, hinlesend, für sich welche Erkenntnis zog und zieht.

    Ich meine, dass die Menschheit ein gehöriges Stück weitergehen muss in geistigen Dingen, dass da auch mal der Ochsenziemer und der Pfriem benötigt wird, auf dass wenigstens die Besten und Mutigsten darin vorangehen.

    Dass ich Dich und Lesezeichen unter diese rechne, dürfte Dir nicht entgangen sein.

    Es lesen uns zwar noch nicht Millionen, aber es geht wohl immerhin schon in die Tausende.

    Ich will Christen und Heiden auf Augenhöhe zusammenführen.

    Das mag klingen wie Utopia, und es kann sicherlich kaum ohne Scharmützel und beiderseitige Blessuren abgehen.

    Ich denke aber, das dazu hier wenigstens ein Anfang gemacht wurde.

    Nur wenn alles auf den Tisch kommt, werden wir auch den Detritus wegräumen können.

    Dass Lesezeichen und Du dabei bisher so nachsichtig und schöpferisch mittut, dafür kann ich nur meine persönliche Dankbarkeit ausdrücken.

    Eine wirkliche, offene und ehrliche Aussöhnung zwischen Christen und Heiden ist überfällig.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef v. A.

    Ich hätte auch einfach sagen können, dass Lesezeichen etwas weniger verspielt sei als Du.

    Das mit dem konkreten Ziel habe ich oben, indem ich Deinen Kommentar noch nicht gelesen hatte, bereits beantwortet.

  9. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Ich habe ein paar Pakete Leids in meinem Leben erfahren, über die ich hier jetzt nicht reden will.”

    Jedem Menschen wird früher oder später so etwas widerfahren; jeder hat sein Paket zu tragen, und das ist doch genau das was Jesus gemeint hat, mit: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

    Übrigens, wer war denn der Erste, der Jesus nachgefolgt ist?

    Ob man will oder nicht, es passiert eben nicht nur Schönes im Leben. Darüber dann trotzdem keinen Haß zu bekommen, ist die ganze Kunst. Was aber wie ich selbst weiß, wirklich nicht einfach ist.

    “Eine wirkliche, offene und ehrliche Aussöhnung zwischen Christen und Heiden ist überfällig.”

    Wenn das wirklich mal passieren sollte, dann wird es eine Gruppe nicht mehr geben. Hoffen wir, daß die richtige Gruppe übrig bleiben wird.

  10. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Aber dies ist nur eines von 36.”

    Bemerkt? Quersumme 9 !

    Der gute Geist schröpft andere nicht, er köpft andere nicht und er knöpft sich auch sonst auf keine andere Weise jemand anders vor.

    Nächstenliebe !

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef v. A.

    Ich und andere sollen also die Christen leben lassen, was die meisten von uns auch gerne tun, umgekehrt gilt das aber nicht.

    Nein, wir können nur selber Christen werden, oder umkommen, oder alle Christen umbringen.

    Die alte unversöhnliche Schiene.

    Keine Freiheit.

    Erbärmlich.

    Geistlos.

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef v. A.

    Erklärt durch das eben Gesagte, werde ich mich hier in diesem Strang – von der neuen vermeintlichen “Nachstenliebe” hatte ich eben noch nichts gehört – Dir gegenüber nicht mehr äußern.

    Es sei denn, Du besinnst Dich bezüglich Deines zu einer hoffentlich übrigbleibenden Gruppe Geäußerten.

    Tu Dir aber keinen Zwang an, weitere Erklärungen einzustellen.

    Ich werde sie gerne freischalten, wofern sie gegen keine Gesetze verstoßen.

  13. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Es sei denn, Du besinnst Dich bezüglich Deines zu einer hoffentlich übrigbleibenden Gruppe Geäußerten.”

    Zuletzt wird es Tote geben, die Tote bleiben; Lebende, die nur umgewandelt werden; Tote, die noch zum Leben gekommen sind.

    Es obliegt weder einem anderen Menschen, noch mir Gericht zu halten, sondern jeder hält über sich selbst Gericht durch den Geist Gottes, von dem teilweise auch etwas in jedem einzelnen Menschen ist.

    “Ich und andere sollen also die Christen leben lassen, was die meisten von uns auch gerne tun, umgekehrt gilt das aber nicht.”

    “Die meisten von uns”, ist eine interessante Formulierung. Zum Beispiel Gott vor den Narrenkarren zu spannen, so wie Du es gerne in Form von flotten Ausspüchen in Artikeln tust, zeigt nichts anderes auf, als den Gott der Christen genüßlich in den Dreck ziehen zu wollen, um wahrscheinlich nichts anderes zu erreichen, als zu versuchen gutmütige Christen aus der Reserve zu locken. Magnus, die Heiden haben sich sogar dazu verführen lassen, den Sohn Gottes umzubringen. Gab es darauf hin einen Aufstand der Anhänger von Jesus? Ich wüßte nicht, daß die Geschichtsbücher darüber etwas berichten. Aber es steht in den Geschichtsbüchern, daß danach die Verfolgung der Anhänger Jesu erst richtig vorangetrieben worden ist von Kaiser Nero und Kaiser Domitian, später dann im Mittelalter von der “heiligen” Inquisition, die zur Firma der Heiden gehören, welche die Sonne anbeten. Diese waren es auch, welche das falsche Christentum unter die eigenen Heiden bringen wollten und es auch getan haben. Die echten Nachfolger von Jesus, kämpfen höchstens mit Worten aus dem Evangelium, also dem schriftlichen Nachlaß Jesu Christi. Wenn Heiden Angst davor haben, wenn man ihnen mit dem Wort Gottes kommt, dann ist es wohl deswegen, weil sie sich dann bewußt werden, daß sie das Gnadenangebot des Gottes der Liebe abgelehnt haben und ihnen deshalb der zweite Tod winkt. Doch sie haben bis zum letzten Tag in ihrem Leben immer noch die Möglichkeit, das Angebot Gottes anzunehmen. Es liegt ganz bei ihnen selbst.

    Es wird die Gruppe übrig bleiben, deren Mitglieder mehr Geduld haben. Und da Christen ewiglich Zeit zur Verfügung haben, haben sie sehr gute Aussichten darauf, daß sie es dann sein werden. Heiden haben nur ein Leben lang Zeit und das wars dann. Wer weder an Gott glaubt, noch an seinen Sohn Jesus Christus, so steht in der Bibel, der hat das ewige Leben nicht.

    Johannes 3:36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

  14. “Ihr habt gehört, dass gesagt ist: “Auge um Auge, Zahn um Zahn.” Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.”

    Jesus von Nazareth

    “Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.”

    Silvio Gesell

    “The greatest tragedy in mankind’s entire history may be the hijacking of morality by religion.”

    Arthur C. Clarke

    Die Aussagen von wahren Genies bleiben für gewöhnliche Menschen unverständlich, und selbst den Gelehrten und ernsthaften Studenten können sie nur mit Mühe sinnhaftig werden:

    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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