Vom Redundanzprinzip

Das Redundanzprinzip, jenes der Wiederholung, um eine Information einerseits in einer Übertragung störsicherer zu machen, andererseits um Menschen schließlich doch zu erreichen, bereits Erreichten einzusenken, wirklich und nachhaltig, was man ihnen sagt, wird oft, zumal in heiklen Zusammenhängen, unterschätzt.

“Immer wieder kommst Du mit dieser Uranmunition daher, das will doch keiner mehr hören, Du vergrätzt Dir noch die letzten halbwegs gewogenen Leser, die Leute halten Dich bestimmt schon für krankhaft fixiert, hast Du denn kein anderes Thema mehr, das wird doch stinklangweilig…”

Solches und Ähnliches kann man hören, wenn man an einem derartigen Thema dranbleibt, immer wieder beharrlich darauf hinweist.

Und natürlich muss man auch im Umgang mit dem Redundanzprinzip Umsicht walten lassen; immer nur dasselbe ermüdet und stumpft ab, Empfänger wie Sender; die Botschaft muss immer wieder neu eingekleidet und unterfüttert, im aktuellen Kontext angesprochen werden, nicht nur, um die Gedanken des Rezipienten anzuregen, immer neue Leute anzusprechen, sondern auch, um Leuten, die schon lange bescheid wissen, aber schon schier am Verzweifeln sind, neuen Mut und neue Argumente an die Hand zu geben, Ansporn und Kraft und Hintergründe, andere ihrerseits immer wieder mit der Nase darauf zu stoßen.

Wer ein Thema wie das angesprochene, von solcher Wichtigkeit und Tragweite, fallen lässt, weil er damit nicht binnen überschaubarer Zeit “durchkommt”, den mag ich zwar von der menschlichen Seite her verstehen und deswegen nicht verurteilen, aber er ist am Ende eben doch als wenig standhaft oder wenig weitsichtig oder eben auch beides anzusehen.

Beharrlichkeit führt zum Ziel, sagt der Chinese.

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2 Antworten zu “Vom Redundanzprinzip”

  1. bl sagt:

    Dann muss man halt den “Spin” anwenden, so wie es die üblichen Verdächtigen auch machen… Immer das gleiche Thema mit leicht veränderten Worten.

    Vielleicht muss man von der Propaganda lernen… -)

  2. Föhnix sagt:

    Neues über Uranmunition:
    ‘Depleted uranium’s toxic legacy to poison Libya for 40 years’
    http://www.youtube.com/watch?v=xmK7B6mOsHU

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