Jesses, Jesses (IV)

Einmal weiterdenkend, bis zur Grenze des Erlaubten auch geäußert, werfe ich hiermit zur Figur des Jesus weiteres Hinterfragende auf.

War er von Jahwe selbst, oder jenen, die Jahwe erfanden, etwa schon von vornherein eingeplant?

Denn das wäre ja nun wahrlich nicht der dümmste Trick gewesen.

Zuerst einen losschicken, den jeder normale Richter lebenslänglich wegsperren ließe, mit anschließendener Sicherheitsverwahrung, da heillos mordsüchtig, und hernach einen anderen, der Liebe predigt, sich aber als dessen Sohn ausgibt.

Wenn schon Gehirmwäsche, dann richtig: Alles, was Jahwe losließ, irgendwie aufgehoben, und dann eben doch wieder nicht.

Beliebig mal dieses oder jenes: das Mordprogramm oder jenes der Versöhnung.

Dies nennt sich bisher Christentum (und der Islam, davon infiziert, hält es nicht viel anders).

Indem man also zwei logisch diametral entegegengesetzte Programme in eins gepackt hat, kann man die Leute manipulieren, wie es sonst unter keinen Umständen möglich wäre: genial.

Man lässt sie, je nach aktuellem Bedarf, lieben oder morden.

Und der Mord ist noch durch den Lieben geheiligt.

Jetzt aber ist Schluss damit.

Oder wenigstens der Anfang vom Ende des Funktionierens dieses Strategems gesetzt.

Wäre irgendetwas an dem überlieferten Jesus echt, so hätte er sich zuvörderst g e g e n diesen seinen vorgeblichen Vater gewandt, n i e m a l s einen neuen Bund mit einem solchen Scheusal gesucht.

So einen, wenn man ihm nicht situationsgenötigt den Kopf abschlägt, sperrt man weg für immer.

Also: Entweder hat Jesus selber nichts getaugt, war gar der perfideste Lügner, oder wir haben falschen Bericht von ihm.

Denn dass sein grindiger Massenmörderpapa irgendetwas getaugt habe, das wird mir auch dessen hundertneunundachtzigmilliardster Schmalspurapologet nicht einsingen.

Pfeifendeckel.

Wo ist denn der Bericht davon, Jahwe habe bereut, sich geändert?

Er steht immer noch dort, mal als Stammesgott („so waren sie halt damals noch, etwas archaisch…), mal metaphorisch („man darf das nicht wörtlich nehehehemen…“) entschuldigt, gleich einem Ölgfötzen, neben dem wir keine anderen Götter haben sollten, wollten wir uns nicht unters spätestens zur Apokalypse zu vernichtendes Satanistenpack einreihen.

Schande aber auch!

Aber das Stündlein dieses Schwindels hat geschlagen.

Dafür sorge ich.

Denn ich weiß, dass man Gedanken, die fußen, so leicht nicht mehr aus der Welt bringt.

Nicht einmal dann, vielleicht gar noch weniger, wenn man den Überbringer meuchelt, oder öffentlich hinrichtet, wie es traditionell die Art der Jahweiten ist.

Die Zeit der Jesuslügen geht zuende.

Entweder taugte er etwas (ob es ihn nun tatsächlich gab, oder er nur als Bild besteht, egal), oder eben nicht.

Halblieb taugt da so wenig wie halb schwanger.

Das Christentum ist das übelste Hirnwaschprogramm auf dieser Erde, noch vor dem in mancher Hinsicht noch übleren Islam: ganz einfach, weil letzterer sich schon aus ihm speist.

Und es wirkt heute milder, aufgeklärter, feiner als der Islam: ebenworin seine besonders hinterlistige Lügenhaftigkeit sich verbirgt.

Beim Islam merkt wenigstens jeder ein wenig denken Könnende, vor was für einem irrwitzigen Glaubensgebilde er steht; das Christentum dagegen vermag oft auch noch feinere Geister in seinen Bann zu narren.

Jetzt aber ist Schluss.

Sie mögen es glauben oder eben auch nicht.

Diese Religion ist in ihrer derzeitigen Form am Ende.

Sie sehen es bloß noch nicht.

Merken Sie sich meine Worte.

Sie sind so richtig wie zwingend.

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9 Antworten zu “Jesses, Jesses (IV)”

  1. Martin sagt:

    Magnus!

    Dir geschehe nach Deine Worten! Amen

    Martin

  2. Tester sagt:

    Er war nicht von Jahweh und (für die Bibel-Fanatiker) der Jesus sagte es selbst mehrfach:

    John 8:39

    39 “Abraham is our father,” they answered.

    “If you were Abraham’s children,” said Jesus, “then you would[a] do what Abraham did.
    ———

    John 8:40
    As it is, you are looking for a way to kill me, a man who has told you the truth that I heard from God. Abraham did not do such things.
    ———-

    John 8:43
    Jesus: Why is my language not clear to you? Because you are unable to hear what I say.

    ———-

    John 8:44
    You belong to your father, the DEVIL, and you want to carry out your father’s desires. He was a murderer from the beginning, not holding to the truth, for there is no truth in him. When he lies, he speaks his native language, for he is a liar and the father of lies.

    ——————–

    Ausreichend?

    Habe jetzt nur die englische Version auf die schnelle finden können, aber ihr findet es leicht in der deutschsprachigen Variante.

  3. Tester sagt:

    Und ja, wir haben bekanntlich eine mehrfach veränderte Schrift, was u.a. an den Nag Hammadi Originalschriften sehr deutlich ersichtlich ist. Der “Teufel” steckt oft im Detail.

    Ich kann jedem das Buch empfehlen, es sind sehr gut investierte paar EUR:

    http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=nag+hammadi+deutsch&x=0&y=0

    Findet man auf Englisch auch online für Umme.

  4. Tester sagt:

    Monotheistische Religionen sind übrigens allesamt am Ende, was nur recht ist.

  5. Martin sagt:

    Tester und Co.

    Du kennst weder die Schrift noch die Kraft Gottes.
    Du kannst nicht ein Paar Schnitzel zusammenklauben und meinen Du hast den Schlüssel.
    Tut mit Leid! Wenn Du Dich für Nag Hammadi entschieden hast, das Buch hatte ich auch. Ich habe es verbrannt wie viele andere…

    Martin

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Martin

    Bücher brennen zwar nicht so schlecht wie Gold, aber doch nicht besonders gut.

    Hast Du wenigstens einen gescheiten, gut eingeschürten Ofen dafür gehabt?

  7. Martin sagt:

    Hallo Magnus,

    hatte ich nicht, hab einfach ein großes Lagerfeuer gemacht.
    Das war ein wichtiger Schritt in meinem Wachstum.

    Der Herr segne Dich!
    Martin

    Ps: Meine Mail hast Du…

  8. Boris sagt:

    Besser kann man es nicht in Worte fassen.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Boris

    Habe den Text grade nochmal gelesen.

    Traurig und hart, aber wohl wahr.

    Danke für den Zuspruch!

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