Ruhet in Frieden

Gestern fand ich einen Zehntrilliardenmarkschein.

Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht, indem ich ihn liegen ließ, weil ich ihn für toxisch hielt.

Ich hätte ihn wohl noch an eine Bad Bank verkaufen können.

An eine Good Bank! – Denn eigentlich sind doch die Bad Banks die Good Banks und umgekehrt: Denn die Good Banks überleben auf Kosten der Bad Banks, die sich als Sondermüllunternehmer auf aller anständigen Leute Kosten betätigen, damit die Good Banks, also die eigentlichen Bad Banks, uns munter weiter bezinsen und auspressen können.

Das Schmierentheater hat eine Dimension erreicht, dass man sich nicht einmal mehr darüber zu wundern wagt, weshalb mit staatsgarantieunterfütterten Bankpapieren an Börsen noch immer über Nacht traumhafte Gewinne gemacht werden und noch nicht ein einziger der größten Finanzbetrüger der bekannten Weltgeschichte im Knast sitzt.

Vielmehr bekommen die Good Banks von uns massenweise Penunze, damit sie diese wieder gegen Zinsen an uns verleihen können. Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber warum gibt man uns das Geld dann nicht einfach so? Wäre doch weitaus billiger!

The show must go on. Das ist die einzig vernünftige Erklärung für den Wahnsinn, den man uns als unabdingbar notwendig auftischt. Das System, welches wenige begünstigt, indem es fast alle versklavt, muss um buchstäblich jeden Preis aufrechterhalten werden.

Wo kämen wir denn hin, wenn Arbeit mehr einbrächte als legaler Diebstahl?

Ich wette, das zu verhindern, ist selbst einen Dritten Weltkrieg wert.

Der Kapitalismus ist so unvorstellbar Bad Bank, dass dies selbst jetzt noch von den Wenigsten begriffen wird.

Ich setze ihm trotzdem schon einen geistigen Grabstein, mit der alleinigen Inschrift “Here lie all the Good Banks forever and in Peace”.

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